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Abnehmen
Sie verlieren nur dann dauerhaft Gewicht, wenn Sie sich beim Abnehmen wohl fühlen. Deshalb eignet sich ein Programm, bei dem Sie weder Hunger leiden müssen, noch der Genuss zu kurz kommt eher, als eine strenge Diät über Wochen. Alles, was Sie tun müssen, ist:
Essen Sie weniger Nahrungsmittel, die viel Fett enthalten,
essen Sie sich satt mit stärke- und ballaststoffreichen Nahrungsmitteln, also mit so genannten Kohlenhydraten,
beginnen Sie, sich mehr zu bewegen.
Höchstens 50 bis 60 Gramm Fett pro Tag
Aus zahlreichen Untersuchungen weiß man, dass der Fettgehalt der Nahrung einen großen Einfluss auf das Körpergewicht hat. Übergewicht ist unter Menschen, die sehr fettreich essen, dreimal häufiger verbreitet als bei denen, die ihre Energie aus stärke- und ballaststoffhaltigen Lebensmitteln beziehen. Wenn Sie Ihren Fettkonsum von 100 Gramm auf 50 Gramm senken, nehmen Sie pro Jahr 18 Kilogramm weniger Fett auf! Das entspricht 72 Butterpäckchen. Das Fett holt sich Ihr Körper derweil von den Hüften und dem Bauch.
Sattmacher Kohlenhydrate
Kohlenhydrate machen satt. Wenn Sie sich fettarm ernähren, werden Sie automatisch mehr Kohlenhydrate essen, um Ihren Hunger zu stillen. Kohlenhydrate gibt es in drei Arten:
Komplexe Kohlenhydrate sind der sattmachende Ersatz für das eingesparte Fett. Das bekannteste komplexe Kohlenhydrat ist die Stärke.
Unverdauliche Kohlenhydrate bremsen den Abbau der komplexen Koblenhydrate und führen so zu einer noch längeren Sättigung. Unverdauliche Kohlenhydrate heißen auch Ballaststoffe.
Auch Zucker ist ein Kohlenhydrat. Er wird schnell verdaut und hält nicht besonders lange satt. Bevorzugen Sie deshalb komplexe Kohlenhydrate bevorzugen.
Arzneistoffe gegen Übergewicht
Bisher gibt es nur wenige Arzneistoffe verfügbar, die Schwergewichten das Abnehmen erleichtern. Zu ihnen gehören zum Beispiel die verschreibungspflichtigen Substanzen Orlistat und Sibutramin. Dauerhaft verliert man jedoch auch mit diesen Substanzen nur dann Gewicht, wenn man seine Essgewohnheiten ändert. Wissenschaftler vermuten, dass es in Zukunft weitere Substanzen auf diesem Gebiet geben wird.
Fresspeptide
Ein Auge haben Wissenschaftler auf das dass so genannte Neuropeptid Y geworfen. Der Überträgerstoff des Nervensystems gilt als "Fresspeptid". Die Experten suchen nach einem passenden Hemmstoff für dieses Eiweiß. Außerdem wird auch nach Substanzen gefahndet, die gezielt den Fettabbau beschleunigen. Dazu müssten die Stoffe auf den ß3-Rezeptor auf Fettzellen passen. Wann aus diesen und einigen weiteren Forschungsansätzen neue Medikamente werden, ist noch nicht bekannt.
Sättigungskapseln direkt zum Essen nehmen
Stark quellende Substanzen wie Sättigungskomprimate oder Zellulosekapseln können das Abnehmen unterstützen, indem sie rechtzeitig satt machen. Entgegen der üblichen Empfehlung sollten diese Quellmittel jedoch erst direkt zum Essen und nicht schon eine halbe Stunde vorher eingenommen werden. Auf leeren Magen rutschen die Kapseln unter Umständen zu schnell durch den Magen in den Darm und beginnen erst dort zu quellen. Dann können sie zu gefährlichen Darmverletzungen führen.
Studien zum Thema
Wissenschaftler haben festgestellt, dass eine abrupte Kaloriendrosselung um mehr als die Hälfte zum Beispiel von normalerweise 2000 auf 900 Kilokalorien während einer Diät, zu verlängerten Reaktionszeiten, Konzentrationsstörungen und Problemen mit dem Kurzzeitgedächtnis führt. Diese "Nebenwirkungen" dauern noch einige Zeit über das Diät-Ende hinaus.
Je niedriger das Einkommens- und Bildungsniveau, desto schlechter sind oft die Ernährungsgewohnheiten, so Wissenschaftler aus München. Besonders schlecht ist das Essverhalten von 25- bis 50jährigen männlichen Arbeitern mit geringem Einkommen: Sie verzehren überdurchschnittlich viel fette Fleisch- und Käsesorten sowie Gebäck.
Kinder und Jugendliche werden immer dicker. Kalorienreiche Kost und Bewegungsmangel gelten als Hauptgründe dafür, dass inzwischen jedes fünfte Kind in westlichen Industrienationen übergewichtig ist. Experten befürchten, dass dadurch in den kommenden Jahren die Häufigkeit von Krankheiten wie Diabetes mellitus und Herzgefäß-Erkrankungen rasant zunehmen wird.
Babys und Kleinkinder aus Werbespots sind zwar niedlich, aber zu dick. "Rundliche Kinder lösen zwar Kaufreize aus, in Sachen Gewicht sind sie aber ein schlechtes Vorbild", so ein Experte. Eltern wären oft verunsichert, ob ihre Kinder im Vergleich nicht zu dünn seien. Werden die Kinder dann überfüttert, sei das häufig der Grundstein für falsches Essverhalten und lebenslanges Übergewicht.
Abnehmen bessert Asthma-Beschwerden. Wissenschaftler untersuchten 38 stark übergewichtige Asthmatiker zwischen 18 und 60 Jahren. Alle wurden ernährungsphysiologisch geschult, aber nur 19 von ihnen mussten zwei Monate lang unter ärztlicher Aufsicht streng Diät halten. Nach acht Wochen hatten sie rund 14 Kilogramm an Gewicht verloren, die Kontrollgruppe nur 0,3 Kilogramm. Durch den Gewichtsverlust besserte sich die Lungenfunktion erheblich. Die Asthmatiker konnten mit mehr Kraft Luft ein- und ausatmen. Die schlankeren Asthmatiker erlitten in der Folge weniger akute Asthma-Anfälle, sie brauchten weniger Arzneimittel und ertrugen ihre Krankheit besser als diejenigen, die nicht abgenommen hatten.
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