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Die 10 Irrtümer beim Abnehmen
Wer auf Teufel komm raus Gewicht verlieren will, riskiert nicht nur den so genannten Jo-Jo-Effekt, sondern strapaziert obendrein seine Gesundheit. Im Folgenden werden einige Irrtümer und Vorurteile im Hinblick auf Diäten zurechtgerückt.
1. Für ein paar Kilo weniger reicht eine Blitz-Diät.
Extreme Diäten bringen in der Regel eine Unterversorgung an Nährstoffen durch die mangelnde oder einseitige Ernährung mit sich. Die Folge: eine verminderte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Die Gewichtsreduktion ist nur von kurzer Dauer, denn der Organismus schaltet während der Hungerkur auf Sparflamme. Sobald man dann wieder richtig isst, legt der Körper sofort neue Fettdepots an.
2. Lebensmittel mit dem Zusatz "light" enthalten wenig oder gar kein Fett und helfen deshalb beim Abnehmen.
Nicht zwangsläufig. "Light" oder "leicht" bedeutet lediglich, dass das betreffende Produkt weniger Fett, Zucker, Alkohol oder Koffein enthält. Das heißt aber noch lange nicht, dass es sich um ein fettarmes oder gar fettfreies Lebensmittel handelt. In jedem Fall lohnt der Vergleich des Fettgehaltes mit anderen Lebensmitteln.
3. Abnehmwillige sollten ein oder zwei Mahlzeiten auslassen.
Bloß nicht! Unregelmäßige Mahlzeiten führen zu unkontrolliertem Essen. Heißhungerattacken häufen sich, und schnell greift man in solchen Momenten zu Fastfood oder Süßigkeiten.
4. Am besten verliert man überflüssige Pfunde durch spezielle Mittel zum Abnehmen.
Unsinn! Wunderpillen, die wirklich zur Traumfigur verhelfen, gibt es nicht. Nach wie vor gilt: Ohne Ernährungsumstellung und reichlich Bewegung bleiben die ungeliebten Polster auf den Hüften. In Apotheken erhält man allerdings so genannte Formula-Diäten, die den Weg zum Wunschgewicht unterstützen, ballaststoffhaltige Kapseln sowie rezeptpflichtige Medikamente mit Wirkstoffen wie Sibutramin oder Orlistat, die nach Absprache mit dem Arzt bei starkem Übergewicht zum Einsatz kommen können.
5. Wer abnehmen will, sollte Fett komplett weglassen.
Nein, wer Fette radikal vom Speiseplan streicht, geht das Risiko ein, zu wenig der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K zu sich zu nehmen. Das Diät-Motto heißt deshalb nicht fettlos, sondern fettarm: also statt zwei Esslöffeln Öl nur einen an das Salatdressing, anstelle Frühstücksspeck lieber magere Putenbrust und anstatt Vollmilchjoghurt nur 1,5-prozentigen.
6. Beim Abspecken spielt das Trinken nur eine untergeordnete Rolle.
Im Gegenteil: Wer abnimmt und sich zusätzlich viel bewegt, verliert reichlich Wasser. Das macht auch den vermeintlichen Erfolg einer Crash-Diät aus. Doch der Körper braucht diese Flüssigkeit, und darum sollten Abnehmwillige zwischen zweieinhalb und drei Litern Mineralwasser, ungesüßte Früchtetees oder stark verdünnte Fruchtsäfte trinken. Zudem füllen diese Getränke den Magen und dämpfen somit das Hungergefühl.
7. Zucker macht nicht dick.
Ein weit verbreiteter Trugschluss. Zu viel Zucker heißt zu viel Energie, und diesen Energieüberschuss baut der Organismus in Speicherfett um. Außerdem lässt Zucker den Glukosespiegel im Blut hochschnellen, der sofort Insulin aktiviert, welches den Blutzuckerpegel reguliert. Der Körper meldet schnell wieder Hunger und verlangt Nachschub.
8. Hauptsache man stellt seine Ernährung um, Bewegung ist weniger wichtig.
Viele Übergewichtige schätzen den Rang der körperlichen Aktivität zu gering ein. Dabei hat sich die Kombination aus regelmäßiger Bewegung und Ernährungsumstellung auf ausgewogene, fettarme Mischkost längst als äußersteffektiv erwiesen. Experten empfehlen, dreimal pro Woche ein moderates Fettstoffwechseltraining durchzuführen, das wenigstens eine halbe Stunde dauern sollte.
9. Statt Butter sollte man besser Margarine essen.
Falsch! Wer Fett reduzieren möchte, lässt am besten von beiden Brotaufstrichen die Finger und steigt auf Magerquark oder fettarmen Frischkäse um. Denn Butter und Margarine haben nahezu den gleichen Fettgehalt.
10. Beim Abnehmen muss man Dinge essen, die nicht schmecken.
Nein, das Genießen sollte nie zu kurz kommen auch nicht beim Abnehmen. Zum Genuss gehört zum einen, sich genug Zeit zum Essen zu nehmen, und zum anderen, die Speisen des neuen Ernährungskonzeptes geschmackvoll zuzubereiten. Und das gelingt auch mit wenig Fett, aromatischen Gewürzen und frischen Kräutern.
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