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31.07.2010, 4:37


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Was Adern mürbe macht

Gefäßverschluss, Schlaganfall und Herzinfarkt: Das sind die Folgen der Arteriosklerose, umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt. Zwar lassen sich die Arteriosklerose und ihre Ursachen mit vielen Arzneistoffen behandeln, die wirksamste Vorsorge sind jedoch eine gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität.

Gesunde Arterien sind frei von Ablagerungen, flexibel und elastisch. Dass sie enger und starrer werden, ist ein natürlicher Alterungsprozess. Nur bestimmte Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht, Bewegungsmangel, erhöhte Blutfettwerte und eine erbliche Belastung beschleunigen den Prozess dramatisch. Was dann in den Blutgefäßen passiert, konnten Wissenschaftler in den letzten Jahren immer genauer herausfinden. Eine Schlüsselrolle spielen erhöhte Werte von Blutfetten wie etwa Cholesterin.

Ein ungleiches Paar

Cholesterin ist eine lebenswichtige Substanz, die der Körper mittels bestimmter Eiweiße, so genannter Lipoproteine, im Blut transportiert. Je nach Zusammensetzung dieser Lipoproteine unterscheiden die Fachleute unter anderem LDL- und HDL-Partikel. Die LDL-Partikel können den Arterien sehr schaden, was ihnen auch die Bezeichnung „böses Cholesterin“ eingetragen hat.

Zauberformel Omega-3

Ein schlummernder Vulkan

Erhöhte Blutfettwerte sind nur ein Risikofaktor im gefährlichen Geschehen der Arteriosklerose. Eine frühe und angemessene Behandlung jeder einzelnen Erkrankung, die das Risiko für einen Gefäßverschluss in die Höhe schnellen lässt, sowie eine Umstellung der Lebensweise sind entscheidend.
Hauptrisikofaktoren für Gefäßverschlüsse Auswirkungen Gegenmaßnahmen
Erhöhte Blutfettwerte Fettangereicherte Schaumzellen lagern sich in den Arterienwänden ab. Sie können zu die Gefäße einengenden Ablagerungen führen. Gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Ballaststoffen und pflanzlichen Fetten,
Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren, körperliche Aktivität, Senkung der Blutfettwerte
mit Medikamenten
Bluthochdruck Erhöhte Verletzungsgefahr für die Arterienwände, Ablagerungen in den Arterien reißen leichter auf. Regelmäßige Blutdruckkontrolle, auch mit Messgeräten für zu Hause, Blutdrucksenkung mit Medikamenten, Vermeidung von Stress
Übergewicht,
Bewegungsmangel
Dies sind entscheidende Schrittmacher im arteriosklerotischen Geschehen. Ein erhöhter Taillenumfang gilt als Warnzeichen. Gefährliche Taillenumfänge: Frauen ab etwa 88 cm, Männer ab etwa 102 cm Gewichtsabnahme kombiniert mit Ausdauersportarten wie Walken, Schwimmen,
Rad fahren
Rauchen Stress pur für die Gefäße durch giftige Substanzen im Rauch Rauchstopp
Diabetes mellitus Typ 2 Bei etwa der Hälfte aller frisch diagnostizierten
Typ-2-Diabetiker sind bereits Schäden an den Gefäßen
nachweisbar.
Übergewicht als Hauptrisikofaktor für Typ-2-Diabetes vermeiden, Früherkennung durch regelmäßiges Blutzuckermessen, auch mit Messgeräten für zu Hause



Lese-Tipp
Cholesterin senken

BuchtippDer Ratgeber "Kampf dem Cholesterin" von Apothekerin Dr. Christiane Eckert-Lill macht mit praktischen Tipps Mut zur Umstellung der Ernährung und erklärt in verständlicher Sprache Medikamente und Maßnahmen, um den Cholesterinspiegel zu senken. Mit köstlichen Rezeptvorschlägen und Nährwerttabelle. Das Buch ist in Apotheken erhältlich.

Dr. Christiane Eckert-Lill, Kampf
dem Cholesterin, 2., vollständig überarbeitete Auflage 2003, Govi-Verlag, Eschborn, 96 S., 9,90 € (D), PZN: 0601314, ISBN: 3-7741-0990-7


Besonders eine gesunde Ernährung mit viel frischem Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Fisch und pflanzlichen Ölen kommt den Adern zugute. Letztere zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren aus. Zu den ungesättigten Fettsäuren zählen auch die Omega-3-Fettsäuren. Diese können erhöhte Blutfettwerte senken und sind zudem das Ausgangsmaterial für lebenswichtige Substanzen im Körper, die Blutdruck oder Blutgerinnung regulieren. Zu den Omega-3-Fettsäuren gehören die Fischöl-Fettsäuren sowie die Alpha-Linolensäure. Diese kommt auch in pflanzlichen Ölen wie beispielsweise dem Perilla-Öl aus einer asiatischen Heil- und Gewürzpflanze vor. Arzneimittel beziehungsweise Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren aus Fisch oder Pflanze gibt es in der Apotheke.

Dem Cholesterin lässt sich auch mit Extrakten aus Knoblauch zu Leibe rücken. Nachweislich lässt Knoblauch das Blut leichter fließen und ist in der Lage, erhöhte Blutfettwerte zu senken.

Bei erhöhten Cholesterinwerten kommen häufig auch verschreibungspflichtige Wirkstoffe zum Einsatz. Meist handelt es sich um so genannte Statine, die die Bildung von Cholesterin in der Leber drosseln. Studien haben gezeigt, dass Statine das Risiko, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden und daran zu sterben, deutlich senken.



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