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09.09.2010, 21:01


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Anspannung ist als Auslöser von Krankheiten


Das Kaminfeuer knistert, im Hintergrund läuft klassische Musik. Eine Oase der Entspannung, die für jeden erreichbar ist. Die meisten Menschen träumen jedoch nur davon, wenn sie im Stau stehen oder von einem Termin zum nächsten hetzen. Aktivität und Leistung setzen ein gewisses Maß an Anspannung voraus – für eine kurze Zeitspanne! Diese Anspannung sollte dann aber wieder abgebaut werden. Denn ständige Anspannung bedeutet Dauerstress für den Körper und löst früher oder später Krankheiten aus, wie Magenbeschwerden, Asthma oder Rückenschmerzen. Wer Belastungen standhalten möchte, sollte auch für Entspannung sorgen.

Sind Sie gefährdet?

Stress ist individuell. Die persönliche Bewertung entscheidet, was als Stress erlebt wird. Die Medizin spricht von Typ-A- und Typ-B-Verhaltensmustern:

Als Typ-A-Menschen bezeichnet die Forschung Charaktere mit einem hohen Leistungsstreben, viel Ehrgeiz, Konkurrenzdenken, Ungeduld, Perfektionismus, hohem Verantwortungsbewusstsein, Hektik, ggressionsbereitschaft und Zielorientierung. Typ-A-Menschen denken in Extremen: "Ich mache alles perfekt oder gar nicht." Sie wehren Gefühle ab. Häufig beobachtet man ein schnelles Sprechtempo und ein "anderen ins Wort fallen". Die innere Anspannung wird selten von der Umwelt erkannt, denn nach außen hin möchte man ruhig und sicher erscheinen.

Typ-B-Menschen reagieren gelassener auf Stress. Sie haben einen sensibleren Umgang mit sich selbst und anderen. Sie können abschalten und entspannen beziehungsweise ihre Kräfte richtig einteilen. Sie setzen Schwerpunkte und sind deshalb nicht minder leistungsfähig.

Entspannungsmöglichkeiten

Gönnen Sie sich so oft wie möglich eine Oase der Ruhe! Zehn Minuten können bereits ausreichen. Wie Sie sich entspannen, hängt von Ihrer Persönlichkeit ab. Der eine Mensch braucht Ruhe, der andere Aktivität. Egal wie Sie's angehen, schalten Sie ab und zu mal ab. Vielleicht finden Sie unter den folgenden Tipps neue Anregungen.

– Nehmen Sie ein heißes Bad mit beruhigenden Badezusätzen wie beispielsweise Melisse.
– Schaffen Sie sich ein Entspannungsritual. Ihr Apotheker kann Ihnen einen Entspannungstee mischen. In der Weihnachtszeit bietet sich auch Adventstee an. Meiden Sie alkoholische Getränke zur Entspannung. Sie sind nicht nur kalorienreich, es besteht außerdem die Gefahr der Gewohnheit.
– Bewegung an der frischen Luft, Radfahren, Joggen oder Schwimmen ist eine aktive Entspannungsvariante.
– Autogenes Training, Übungen zur Muskelentspannung oder auf dem Sofa liegen und klassische Musik hören kann helfen.
– Ernähren Sie sich ausgewogen? Achten Sie darauf, dass viel Obst und Gemüse auf Ihrem Speisezettel stehen. Wenn Sie glauben, dass Ihr Körper mal eine Aufbau-Kur braucht, dann lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten, ob in Ihrem Fall eine Vitamin- beziehungsweise Mineralstoff-Kur sinnvoll erscheint.



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