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Lückenhafte Arzneimittelinformationen im Internet
Eine Studie der Universitätsklinik Heidelberg zeigte einmal mehr, welche Lücken Beschreibungen von Arzneimitteln im Internet aufweisen können. Überprüft wurden nach dem Zufallsprinzip ausgewählte englischsprachige Internetseiten zu Johanniskraut-Extrakten, die man gegen leichte und mittelgradige Depressionen einsetzt.
Johanniskraut kann Lichtempfindlichkeit erhöhen
Eine vollständige Liste möglicher Wechsel- und Nebenwirkungen der an sich gut verträglichen Johanniskraut-Präparate lieferten gerade einmal zwei der 208 überprüften Internetseiten. Ein Fünftel der Seiten führten nur eine der Wechselwirkungen auf. Und dies, obwohl derartige Informationen in Einzelfällen durchaus lebenswichtig sein können. So mindern Johanniskraut-Extrakte beispielsweise die Wirkung von Ciclosporin, dass man einsetzt, um die Abstoßung transplantierter Organe zu unterdrücken. Auch bei blutverdünnenden Wirkstoffen, wie sie viele Herzkranke einnehmen, muss der Arzt die Dosis anpassen, wenn gleichzeitig Johanniskraut-Präparate angewendet werden. Weiterhin können Extrakte des Johanniskrauts die Lichtempfindlichkeit erhöhen, so dass Sonnenbäder oder Solarien zu meiden sind.
Keinerlei Kontrolle der eingespeisten Informationen
Über derartige Informationen müssen Patienten verfügen, bevor sie Johanniskraut-Extrakt einnehmen. Das Internet bietet sie jedoch in den meisten Fällen nicht. Folgerichtig wurde im Zusammenhang mit der Heidelberger Studie deutliche Kritik an Internetseiten zu Medikamenten laut. Es gebe keinerlei Kontrolle der eingespeisten Informationen auf Vollständigkeit, Einseitigkeit und inhaltliche Mängel, und freiwillige Qualitätssiegel hätten sich bisher nicht durchsetzen können.
Die Arzneimittelinformationen der "Neue Apotheken Illustrierte / Gesundheit" sind sicher. Sie werden von Fachjournalisten ausgewählt, auf ihre Richtigkeit überprüft und verständlich für Sie aufbereitet.
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