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Was eine Augenspiegelung widerspiegelt
Viele Menschen betrachten die Augen als Spiegel der Seele. Ein Augenarzt beurteilt das sicher nüchterner. Er sucht in den Sehsinnesorganen nach Hinweisen auf krankhafte organische Veränderungen. Ein Mittel dazu ist die so genannte Augenspiegelung, bei der die Netzhaut des Auges begutachtet wird, die den hinteren Bereich des Augapfels auskleidet. In der Netzhaut befinden sich Nerven- und Sinneszellen, die für das Hell-Dunkel- und Farbensehen verantwortlich sind. Versorgt werden sie von einem Geflecht feinster Blutgefäße.
Details der Netzhaut gut erkennen
Damit sich die Netzhaut beziehungsweise der Augenhintergrund besser untersuchen lässt, kann der Augenarzt die wie eine Fotoblende funktionierende Iris weiten zumeist mit Atropintropfen. Dann stellt er sich direkt vor den Patienten und blickt mit einer kleinen Lupe, dem so genannten Ophthalmoskop, in dessen Augen. Eine Lichtquelle an der Lupe leuchtet den Augenhintergrund aus. Bei etwa sechzehnfacher Vergrößerung lassen sich auch Details der Netzhaut gut erkennen.
Gefäßveränderungen durch Diabetes oder Bluthochdruck sichtbar
Zur indirekten Augenspiegelung hält der Arzt zusätzlich eine zweite Lupe zwischen das Auge und das Ophthalmoskop. Auf diese Weise erhält er einen guten Überblick über den Augenhintergrund, allerdings nur noch bei 1,5- bis 6-facher Vergrößerung. Wurden die Augen für die Untersuchung geweitet, kann der Betroffene für einige Stunden nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen, da er verschwommen sieht. Mit Hilfe der Augenspiegelung lassen sich Entzündungen, Tumore, Veränderungen der Gefäße durch einen Diabetes oder Bluthochdruck, Blutungen in der Netzhaut sowie eine Netzhautablösung erkennen.
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