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31.07.2010, 4:45


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Ballonkatheter - Der aufblasbare Lebensretter


Was ein Klempner kann, ist auch einem Kardiologen nicht fremd: verstopfte Rohre - in diesem Fall Adern - wieder freizubekommen. Dazu gibt es verschiedene Methoden. Die bisher weltweit meisteingesetzte wird von den Medizinern kurz PTCA genannt, weil sie sich die monströse fachlich korrekte Bezeichnung "Perkutane Transluminale Coronarangioplastie" ersparen wollen. Häufig wird dieses Verfahren dank seines Hauptdarstellers, eines Ballons, auch Ballondilatation genannt.

Wenn es schon gelingt, bei der Herzkatheter-Untersuchung mehr oder weniger komplikationslos in die Herzkranzgefäße zu gelangen, dann, so überlegten in den siebziger Jahren verschiedene Herzchirurgen, müsse es doch möglich sein, direkt vor Ort auch etwas gegen die lebensbedrohlichen arteriosklerotischen Ablagerungen zu unternehmen. Schließlich verfiel man darauf, mit Hilfe eines Katheters einen winzigen Ballon in das verengte Gefäß einzuführen und ihn an dem gefährlichen Engpaß mit hohem Druck kurz aufzublasen und wieder zu entleeren. Auf diese Weise wird die Ader an dieser Stelle erweitert, indem die verengende Ablagerung schlichtweg plattgedrückt wird - das Blut kann wieder ungehindert durchfließen.

Ihre Grenzen hat die PTCA auch bei stark verkalkten Ablagerungen. Trotz des hohen Aufblasdrucks - bis zu viermal so stark wie in einem Autoreifen - wird der Ballon nicht hart genug, um die festen Kalkverkrustungen aufzubrechen.





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