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31.07.2010, 4:38


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Blutkonserven


Immer mehr Mediziner sprechen sich bei Operationen für eine
Eigenblutspende statt der Verwendung von Blutkonserven aus. Jährlich werden in Deutschland rund vier Millionen Einheiten Blut entnommen und verarbeitet.

Um die Sicherheit von Blut und Blutprodukten zu erhöhen, haben Bundestag und Bundesrat das
Transfusionsgesetz verabschiedet. Es sieht unter anderem vor, dass jede einzelne Blutkonserve auf HI- und Hepatitisviren sowie auf weitere Krankheitserreger geprüft werden muss.

Zudem muss immer genau verfolgt werden können, wann welcher Patient welche Blutkonserve erhielt und woher im Einzelfall das Blut stammt. Auch umgekehrt muss dokumentiert werden, welches Blut zu Blutkonserven verarbeitet wird und wohin diese anschließend geliefert werden. So wird sichergestellt, das der Weg einzelner Blutkonserven genau verfolgt werden kann, falls es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch zu einem Zwischenfall kommen sollte.

Trotzdem wird sich die Übertragung von Krankheitserregern im Einzelfall nie ganz ausschließen lassen. Ein minimales Restrisiko besteht praktisch bei jeder Bluttransfusion. Die Mediziner plädieren deshalb für die Eigenblutspende. Diese ist aber nur sinnvoll, wenn der Patient eine Operation vor sich hat, bei der es sehr wahrscheinlich zu hohen Blutverlusten kommen wird und deren Termin planbar ist.

Bei der Eigenblutspende wird dem Patienten etwa drei bis vier Wochen vor dem Eingriff im wöchentlichen Abstand Blut entnommen. Dieses wird bis zur Operation gelagert. So können mehrere Liter Blut gewonnen werden, die im Bedarfsfall während des Eingriffs transfundiert werden. Dadurch sinkt die Komplikationsgefahr, da das Eigenblut für den Patienten die verträglichste Form der Blutkonserve darstellt. Doch wird auch dieses Blut aus Sicherheitsgründen immer auf Krankheitserreger getestet.



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