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31.07.2010, 4:31


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Borreliose bleibt oft unerkannt


Lyme-Borreliose: Nur zu oft wird die durch Zecken übertragene bakterielle Infektion mit Rheuma oder Fibromyalgie verwechselt.

Wird die Erkrankung, die sich durch spezifische Antikörper im Blut nachweisen lässt, nicht rechtzeitig und ausreichend mit Antibiotika behandelt, kann es noch nach Jahren zu der so genannten "Bratapfelhaut" an Füßen und Händen, Armen und Beinen kommen. Als weitere Spätkomplikationen gibt es schwerste, oftmals wandernde Gelenkschmerzen mit Schwellungen oder gutartige Wucherungen beispielsweise am Ohr. Es können aber auch Lähmungen der mimischen Gesichtsmuskulatur mit unvollständigem Lidschluss oder Hirnhautentzündungen auftreten.

Die effektivste Vorbeugung der Lyme-Borreliose in der Anwendung so genannter Repellentien, also zeckenabwehrender Insektenvertreibungsmittel, die unmittelbar auf die Haut aufgetragen werden. Eine generelle vorbeugende antibiotische Therapie nach Zeckenstich sei nicht empfehlenswert, da nur jede dritte Zecke mit dem Erreger infiziert ist und nur jeder zweite Mensch nach dem Biss einer solchen Zecke tatsächlich eine Lyme-Borreliose entwickelt.

Die erste Epidemie der Lyme-Borreliose wurde Anfang der siebziger Jahre in Old-Lyme, einer kleinen Ortschaft in Connecticut an der Nordostküste der USA beobachtet – daher der Name.

Mit Borrelien infizierte Zecken gibt es inzwischen überall, ihr Auftreten ist nicht regional begrenzt, wie das bei FSME-Viren der Fall ist. Diese können eine Hirnhautentzündung auslösen. Die Zeckensaison in Deutschland dauert von März bis Oktober. Gefährdet sind nicht nur Wanderer in ländlichen Gebieten, sondern auch Spaziergänger, Jogger oder Hundehalter in den "grünen Lungen" der Ballungszentren.



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