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Carnitin fürs Herz ein Steckbrief
Die körpereigene Substanz Carnitin kann Herzkranken helfen. Der Mensch stellt die lebensnotwendige Verbindung selbst her, sie wird aber auch mit der Nahrung, zum Beispiel mit Fleisch oder Milch, aufgenommen. Und so wirkt Carnitin: Der Herzmuskel bezieht seine Energie unter normalen Bedingungen vorwiegend aus freien Fettsäuren, die in den Kraftwerken der Zellen (Mitochondrien) chemisch verbrannt werden. Carnitin ist das Taxi, das die freien Fettsäuren zu den Mitochondrien bringt. Wenn unter Stressbedingungen, wie zum Beispiel Sauerstoffmangel, vermehrt giftige Stoffe in den Körperzellen entstehen, kann es diese Substanzen außerdem abfangen und wird zusammen ihnen über den Urin ausgeschieden. Durch diese Wirkungen lohnt sich der Versuch, Carnitin bei Herzerkrankungen einzusetzen. Denn: Eine Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße führt zu Sauerstoffmangel in den Zellen des Herzmuskels. Sauerstoff wird zur Verbrennung der Fettsäuren benötigt, stauen sich die Fettsäuren in den Mitochondrien, blockieren sie zudem den Energietransport. Außerdem wirken sich die Fettsäureverbindungen schädlich auf die Zellen aus. Eine zusätzliche Carnitin-Zufuhr kann dafür sorgen, dass die energetische Situation im Herzen verbessert und die giftige Wirkung der Fettsäureprodukte verhindert wird.
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