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Chondrozyten-Transplantation
Knorpel sind aus Knorpelzellen, den so genannten Chondrozyten aufgebaut. Beim Säugling besteht das Skelett noch größtenteils aus Knorpelsubstanz. Im Laufe des Wachstums werden die Knorpel zunehmend von Knochen ersetzt. Beim Erwachsenen bestehen unter anderem nur noch die Gelenküberzüge, Ohrmuscheln oder der Kehldeckel aus Knorpelgewebe.
Die Knorpel-Überzüge an den Gelenken erfüllen eine wichtige Aufgabe: Sie schützen den Gelenk-Knochen vor Abrieb, der automatisch bei jeder Bewegung entsteht. Verletzt ein Sturz oder wiederholte Überbeanspruchung diese Knorpelschicht, kann das einen bleibenden Schaden zur Folge haben, denn Knorpel können sich nur begrenzt selbst wiederaufbauen.
Mit der Knorpelzellen-Transplantation versuchen Fachleute, den Aufbau der zerstörten Knorpeloberflächen wieder anzuregen. Dabei wird dem Patienten gesundes Knorpelgewebe entnommen. Diese Zellen werden außerhalb des Körpers innerhalb von zwei bis drei Wochen künstlich vermehrt und dann an der defekten Stelle eingepflanzt. Nach der Operation wird das Gelenk einen Tag lang ruhig gestellt, bevor mit einer Bewegungstherapie begonnen wird. Schon nach sechs Monaten sind bei den meisten Patienten die schadhaften Stellen mit neuem Knorpelgewebe aufgefüllt, dessen Dichte und Belastbarkeit dem umgebenden Knorpelgewebe entspricht. Bisher wurde diese Methode hauptsächlich am Kniegelenk eingesetzt; denkbar ist aber auch zum Beispiel die Behandlung von Schulter- oder Hüftgelenken. Bei einer Arthrose kann die Methode nicht eingesetzt werden, da hier der Abrieb flächenhaft und nicht auf eine Stelle begrenzt ist.
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