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31.07.2010, 4:39


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Depression


Als Depression bezeichnet man eine krankhaft niedergedrückte Stimmung, die ohne Grund auftritt oder ungewöhnlich heftig ist oder auffallend lange anhält. Sie äußert sich in Gefühlsarmut, unbegründbarer Niedergeschlagenheit, Schlaf- und Appetitlosigkeit, negative Gedanken sich selbst betreffend bis hin zu einer gefährlichen Todessehnsucht. Betroffen sind etwa ein Prozent der Bevölkerung.

Manisch-depressive Patienten

Die Depression tritt auch als Manie auf. Die Betroffenen strahlen eine große Selbstsicherheit aus, sind charmant und stecken voller Energie. Schwer manische Patienten neigen jedoch zu unkontrollierten Gefühlsausbrüchen. Worte und Gedanken folgen Schlag auf Schlag. Ihr Schlafbedürfnis ist extrem reduziert. Maniker überschätzen sich selbst maßlos und werden in solchen Episoden im wahrsten Sinne des Wortes größenwahnsinnig. Klingt die manische Episode ab, stürzt der Kranke in ein tiefes schwarzes Loch. Wie aus heiterem Himmel wird die euphorische Stimmung wieder von depressiver Niedergeschlagenheit abgelöst.

Durcheinander der Botenstoffe im Gehirn

Auslöser für scheint ein gestörtes Gleichgewicht der Wirkung der Hirnbotenstoffe Serotonin und Noradrenalin im Verhältnis zu Acetylcholin zu sein. Eindeutige, sichere Antworten auf die Frage nach einer bestimmten Ursache gibt es allerdings kaum. Depressionen entstehen vermutlich durch ein Zusammenwirken verschiedener – biologischer, sozialer, persönlicher oder psychischer – Faktoren.

Medikamentöse Behandlung

In der Regel wird der Arzt seinen Patienten so genannte Antidepressiva verschreiben. Das Antidepressivum auf dem Markt war Imipramin. Neuere Arzneistoffe sind die Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer wie Paroxetin und Citalopram. Je nach Art des Antidepressivums wirken sie stimmungsaufhellend, antriebssteigernd, dämpfend und angstlösend. Antidepressiva greifen in den Stoffwechsel der Überträgersubstanzen des Gehirns ein. Eine konsequente Therapie bessert bei den meisten Betroffenen die Beschwerden oder lässt sie gar ganz verschwinden. Eine Langzeitbehandlung, die Rückfälle verhindert, kann von Nutzen sein. So genannte Tranquilizer wirken beruhigend, angstlösend, muskelentspannend und schlaffördernd. Sie können abhängig machen, wenn sie über längere Zeit eingenommen werden.
Lithiumsalze werden zur Behandlung und vor allem zur Vorbeugung der manisch-depressiven Erkrankung eingesetzt, wobei sie jahrelang ununterbrochen gegeben werden.

Alternativen

Pflanzenheilmittel mit Johanniskraut helfen bei leichten bis mittelschweren Depressionen. Sie haben kaum Nebenwirkungen und wirken stimmungsaufhellend, antriebssteigernd und spannungslösend. Auch psychotherapeutische und verhaltensorientierte Hilfen sollten bei der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Studien zum Thema

Auch Kinder und Jugendliche bleiben nicht von Depressionen verschont. Wie eine Studie mit über 1000 Jugendlichen gezeigt hat, litten etwa 18 Prozent der Mädchen und Jungen schon einmal unter einer Depression. Als Auslöser kommen schulische Probleme wie Leistungsdruck oder Mobbing, aber auch schwierige familiäre Verhältnisse, zum Beispiel die Scheidung der Eltern. Psychologen raten, bei den ersten Anzeichen psychischer Störungen fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen
Omega-3-Fettsäuren aus Fisch oder Fischöl-haltigen Arzneimitteln, helfen möglicherweise gegen Depressionen, so amerikanische Wissenschaftler. Behandelt werden sollte mit täglich fünf bis zehn Gramm der Omega-3-Fettsäuren. Dies entspricht der drei- bis fünffachen Menge, die zur Selbstmedikation empfohlen wird. Patienten sollten daher, die Therapie ärztlich überwachen zu lassen. Omega-3-Fettsäuren wurden bislang hauptsächlich bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt.



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