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31.07.2010, 4:23


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Diätprodukte – Für Diabetiker geeignet?


Zwei weit verbreitete und folgenschwere Irrtümer erschweren Typ-2-Diabetikern die Behandlung:

1. Irrtum: Der Diabetiker soll Kohlenhydrate meiden.

2. Irrtum: Fett ist gut für den Diabetiker, weil es die Aufnahme von Zucker aus dem Magen verzögert.

Falsch, betonen Ernährungsexperten. Zwar baut der Organismus die Kohlenhydrate aus Brot, Nudeln & Co. tatsächlich zu Zucker ab, aber nur langsam, so dass der Zuckerspiegel nicht sprunghaft ansteigt. Überdies liefern diese Lebensmittel als einzige die Faserstoffe, die den Übergang ins Blut zusätzlich hemmen und die Verdauung anregen.

Fett belastet die Adern, Eiweiß die Nieren

Was wäre die Alternative zum Stillen des Hungers: Fleisch, Wurst und Käse mit viel Eiweiß und Fett. Das Eiweiß belastet die Nieren, und das Fett, das angeblich vor hohen Zuckerspiegeln bewahren soll, macht dick. Aber nicht nur das: Insbesondere tierische Fette wirken sich ungünstig auf den Cholesterinspiegel und andere Blutfettwerte aus. Sie fördern die gefürchtete Verengung der Herzkranzgefäße.

Diabetiker brauchen eine Herz-Diät

Den Zucker in Pralinen durch Fruktose oder Süßstoff zu ersetzen hilft Diabetikern also nur bedingt. Denn gerade das Fett in der Schokolade oder der Nougat-Creme macht ihnen zu schaffen, vor allem bei Übergewicht. Deshalb raten Diabetes-Ärzte zum Bei-spiel eher zu einem Stück vom normalen Obstkuchen als zu fettem Diabetiker-Käsekuchen.

Wegen ihres hohen Risikos für Herz-Kreislauf-Schäden wie Herzinfarkt oder Durchblutungsstörungen benötigen Typ-2-Diabetiker eine herzfreundliche Ernährung. Das soll kein Freibrief für den ungehemmten Konsum von Zuckerwaren sein. Rund zehn Prozent der täglichen Kalorien dürfen aber von Zucker in den Lebensmitteln stammen. Und auch das gehört zu den neuen Erkenntnissen: Nicht der Nüchtern-Blutzucker scheint über den Verlauf des Diabetes zu entscheiden, sondern die Spitzenwerte nach den Mahlzeiten. Und das bedeutet: Möglichst wenig der schnell ins Blut gehenden Zuckerprodukte verwenden, dafür lieber faserreiche Lebensmittel wie Kartoffeln und Gemüse, die die Aufnahme der Nährstoffe verzögern.


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