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Eisen
Eisen gehört zu den lebensnotwendigen Nährstoffen. Etwa 2 - 4 g des Spurenelements findet man im menschlichen Körper. Der Mensch braucht Eisen für die Blutbildung und den Sauerstofftransport. Außerdem ist Eisen ein wichtiger Bestandteil verschiedener Enzyme.
Nicht ohne Nebenwirkungen
Schon in ganz normaler Dosierung kann Eisen allerdings Magen-Darm- Beschwerden wie Verstopfungen und Übelkeit auslösen. Doch Wissenschaftler befürchten schlimmeres, meldete die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE): Möglicherweise aktiviert übermäßige Eisenzufuhr indirekt die Vorstufen krebsauslösender Stoffe und fördert zudem das Risiko für akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Leberzirrhose und Diabetes
Zwar steigt die Eisenaufnahme im Darm bei Eisenmangel an und sinkt bei hoher Eisenaufnahme, doch der menschliche Körper ist nicht vor einer Eisenüberladung geschützt. Außerdem kann er überschüssiges Eisen nicht ausscheiden. So führte die chronische Aufnahme von 50 - 100 mg Eisen pro Tag mit selbst gebrautem, stark eisenhaltigem Sauerbier bei den südafrikanischen Bantus über mehrere Jahre zu Leberzirrhose und Diabetes.
Schädigung der Erbinformation
Zu diesen bekannten Schädigungen einer zu hohen Eisenzufuhr kommen mögliche Schädigungen, weil Eisen im Körper aggressive Radikale bildet. Durch diese können Zellen, Eiweiße und die Erbinformation geschädigt werden. Außerdem ist Eisen auch für das Wachstum von Tumorzellen notwendig und erhöht den oxidativen Stress im Körper.
DGE-Empfehlungen
Für Jugendliche und Erwachsene empfiehlt die DGE je nach Alter und Geschlecht zwischen 10 und 12 mg Eisen pro Tag. In der Stillzeit erhöht sich die empfohlene Zufuhr auf 20 mg Eisen pro Tag, in der Schwangerschaft sind es 30 mg pro Tag Mengen, die nicht über die normale Nahrung aufgenommen werden können. Der Arzt kontrolliert daher regelmäßig die Eisenwerte der Betroffenen unter verschreibt gegebenenfalls Eisenpräparate.
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