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31.07.2010, 4:32


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Folsäure


Im Jahre 1941 isolierten Wissenschaftler die Folsäure – aus vier Tonnen Spinatblättern. So kam das Vitamin zu seinem Namen: "Folium" bedeutet nämlich Blatt. Folsäure ist mitverantwortlich für die Zellreifung, -differenzierung und -teilung, besonders der roten und weißen Blutkörperchen und der Schleimhautzellen. Das Vitamin trägt ferner zum Eiweiß- und Nervenstoffwechsel bei. Außerdem reguliert es den Abbau des Arteriosklerose-Risikofaktors Homocystein.

Geringe Eigenproduktion

Der menschliche Organismus kann Folsäure in geringen Mengen selbst aus der Aminosäure Tryptophan herstellen, den täglichen Bedarf deckt er damit allerdings nicht. Zusätzlich Folsäure-haltige Lebensmittel sind deshalb ein Muss! Wenn es an Folsäure mangelt drohen Blutarmut mit Müdigkeit, Reizbarkeit, Vergesslichkeit, depressive Verstimmungen, Anfälligkeit für Stress und Schleimhautveränderungen. Der Anstieg des Homocystein-Spiegels hat eine erhöhte Gefahr von Arteriosklerose zur Folge.

Gegebenenfalls ergänzen

Gelingt es nicht, die Folsäurespeicher durch eine ausgewogene Ernährung aufzufüllen, sollte man das lebenswichtige Vitamin mit Folsäure-Präparaten aus der Apotheke, die 150,0 µg bis 1,0 mg Folsäure enthalten; ergänzen. Folsäure-Mangel kommt in allen Altersgruppen vor. Schwangere, Stillende und Frauen mit Kinderwunsch sollten unbedingt Folsäure ergänzend zu sich nehmen. Das Gleiche gilt für Raucher, Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder Essstörungen.

Nebenwirkungen bei Überdosierung

Bei Einnahme von Folsäure-Präparaten bis zu 1 mg sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten. Hohe Dosen um 15 mg können allergische Reaktionen, Schlaflosigkeit oder Magen-Darm-Störungen hervorrufen.

Achtung hitzeempfindlich

Folsäure, die zur großen Gruppe der B-Vitamine gehört, reagiert äußerst empfindlich auf Hitze und geht beim Garen und Braten, aber auch beim Wässern fast vollständig verloren.

Studien zum Thema

Laut einer amerikanischen Studie kann Folsäure das Risiko für einen Schlaganfall und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Dieses Resümee zogen Wissenschaftler, nachdem sie bei 9764 Männern und Frauen im Alter zwischen 25 und 74 Jahren nach Befragung zu deren Essgewohnheiten 19 Jahre lang die Zahl der Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Krankheiten dokumentiert hatten. Die Teilnehmer, die pro Tag durchschnittlich etwa 400 Milligramm Folsäure via Nahrungsmittel zu sich nahmen, erlitten deutlich seltener einen Schlaganfall oder Herz-Kreislauf-Schäden, als diejenigen, die es täglich nur etwa auf 100 Milligramm brachten. Noch ist unklar, wo die zum Schutz optimale Folsäuredosis liegt. Experten raten Patienten mit einem vorhandenen Risiko, zu einer Tagesmenge von 300 bis 400 Milligramm.



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