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BSE-Situation in Deutschland (Stand: 04/2002)


Bis zum Ende des Jahres 2001 ermittelte man nach Angaben des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft in Deutschland insgesamt 125 mit dem BSE-Erreger infizierte Rinder. Im Januar 2002 wurden bereits 13 neue Fälle gemeldet. Demgegenüber stehen im Jahr 2001 allerdings etwa 2,8 Millionen getestete Rinder, bei denen man den Erreger nicht nachweisen konnte.

Epidemie wird nicht mehr erwartet

Die Zahl der in Zukunft noch erkrankenden Menschen kann man nach Aussagen von Experten nach wie vor nicht seriös abschätzen. Bisher scheint sich jedoch keine Epidemie abzuzeichnen, wie beim ersten Auftreten von BSE in Großbritannien befürchtet wurde. Dennoch ist der Schutz vor der Rinderseuche nach Angaben von Verbraucherschutzverbänden verbesserungsbedürftig.

Bessere Tests gefordert

Bedenklich sei unter anderem, dass man bei unter einjährigen Kälbern noch immer Risikomaterial wie Gehirn oder Rückenmark verwerten darf. Auf BSE werden Rinder hier zu Lande aber erst ab einem Alter von 24 Monaten getestet. Auch wenn unter dieser Altersgrenze noch bei keinem Rind BSE-Symptome aufgetreten sein sollen, könnten diese Tiere den Erreger der Krankheit bereits in sich tragen. Daher fordern Verbraucherschutzverbände, Risikomaterial sicherheitshalber nicht zu verwenden sowie Rinder jeden Alters zu testen und dazu die Testverfahren weiter zu verfeinern. Außerdem sollten die Schlachtmethoden so verbessert werden, dass kein Gewebe aus Hirn und Rückenmark mehr auf das Muskelfleisch geraten kann.


04/02




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