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Virus-Grippe


Grippe-Viren überfallen die Menschen wie räuberische Piraten ein Schiff. Mit Vorliebe heften sie sich einem speziellen Enterhaken-Enzym an die Zellen der Mund- und Rachen-Schleimhaut. Nachdem sie dort eingedrungen sind, sorgen sie für Viren-Nachwuchs. Innerhalb von acht Stunden produziert ein Virus in einer Zelle etwa 10 000 neue Viren, die dann wieder auf Beutezug gehen. Die Menschen werden aus heiterem Himmel schwer krank, sie fühlen sich abgeschlagen, fiebrig und frösteln. Besonders leicht breitet sich die Influenza dort aus, wo viele Menschen zusammenkommen.

Wer sich impfen lassen sollte

Die Influenza oder Virus-Grippe ist eine lebensgefährliche Infektion, gegen die bislang nur eine Impfung schützt. Die Impfung muss jedoch vorbeugend durchgeführt werden und bietet keinen 100-prozentigen Schutz. Folgend Personen sollten sich impfen lassen:

- Personen über 60 Jahre,
- Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens wie chronischen Lungen-, Herz-Kreislaufkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, Immundefizienz und HIV-Infektion sowie Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen,
- Personen mit erhöhter Gefährdung, zum Beispiel medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können.

So wird geimpft

Jedes Jahr im Herbst eine Impfung mit einem Impfstoff mit der aktuellen von der WHO empfohlener Antigenkombination. Der Impfschutz hält nur etwa sechs Monate und muss deshalb jährlich erneuert werden. Die Grippe-Impfung kann zusammen mit der Pneumokokken-Impfung verabreicht werden.

Nebenwirkungen der Impfung

Die Impfung schwächt vorübergehend das Immunsystem. Bis 48 Stunden nach der Impfung sind Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen möglich. Personen mit akuten Infekten, beziehungsweise einer Allergie gegen Hühnereiweiß sollten sich nicht Impfen lassen.

Arzneistoffe bei einer Virus-Grippe

Zanamivir war der erste Wirkstoff, der auch bei einer akuten Grippe-Infektion wirksam ist. Zanamivir muss inhaliert werden. Im Jahr 2002 kam in Deutschland der Arzneistoff Oseltamivir auf den Markt, der ebenfalls gegen eine akute Grippe wirkt, allerdings als Kapsel eingenommen werden kann. Die Arzneistoffe sollen vor allem den Patienten helfen, die eine Impfung nicht vertragen oder trotz Impfung erkranken.



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