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31.07.2010, 4:42


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Hallux valgus


"Hallux" ist die lateinische Bezeichnung für die große Zehe. Von einer »Hallux valgus« sprechen die Fachleute, wenn die Großzehe fehlgestellt ist. Sie zeigt dann mit der Zehenspitze schräg nach außen in Richtung auf den Kleinzeh des gleichen Fußes. Der Zehenballen wölbt sich am Grundgelenk stark hervor. Die Haut über dem Ballen ist häufig entzündet und verhornt, da fast jeder Schuh zu klein ist. Neben dieser Fußballen-Entzündung kann es aber auch zur sogenannten Arthrose kommen. Dabei nutzt sich die Knorpelschicht, die das Zehengrundgelenk umhüllt ab, was sehr schmerzhaft sein kann. Oft krümmen sich durch den Schiefstand der Großzehe auch die restlichen Zehen des Fußes, besonders die Nachbarzehe der Großzehe, so daß sich sogenannte Hammerzehen bilden. Über dem gebeugten Gelenk entwickelt sich infolge des Drucks durch das Schuhwerk gerne ein Hühnerauge.

Im Frühstadium kann der Hallux valgus mit einer Nachtschiene und Einlagen korrigiert werden. Aber auch mit operativen Eingriffen kann die Fehlstellung behoben werden. Dazu gibt es verschiedene Operationstechniken, die in aller Regel mit einer örtlichen Betäubung durchgefühert werden können.

Bei der Operation nach Keller und Brandis werden ein Teil der Basis des Grundzehenknochens und der schmerzhafte Ballen abgetragen. Dann werden beide Knochen aneinandergelegt, so dass sie, wenn sich neue Knochenzellen bilden, zusammenwachsen. Zur Unterstützung und zum Erhalt des Korrekturergebnisses werden die Knochen mit einem Drahtstift für einen Zeitraum von zwei bis sechs Wochen fixiert. Die Operation selbst dauert im Schnitt nicht länger als 20 Minuten. Das vollständige Zusammenwachsen kann bis zu einem halben Jahr brauchen, in der Regel geht es aber in etwa sechs Wochen sehr viel schneller.Während dieser Zeit erhält der Patient einen sogenannten Vorfuß-Entlastungs-Schuh, mit dem er nur auf der Ferse auftreten kann. Ist der Fuß gut verheilt, wird der Drahtstift entfernt.

Eine andere Operationsmöglichkeit sei die Stellungskorrektur am Mittelfuß, so dass der nach innen abweichende Mittelfußstrahl wieder in eine gerade Ausrichtung kommt. Dabei muss aber beachtet werden, dass bis zum vollständigen Zusammenwachsen des Knochens sechs Wochen vergehen, also eine vorrübergehende Gehbehinderung besteht.





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