Keratinozyten-Transplantation
Bei der Keratinozyten-Transplantation wird aus Haaren Haut gemacht. Besonders Patienten, die an chronischen Wunden, wie zum Beispiel dem offenen Bein leiden, kann damit geholfen werden. Den Betroffenen werden circa 100 Haare samt Haarwurzeln am Kopf ausgezupft. Aus den Haarwurzeln entnimmt der Arzt unter dem Mikroskop die Keratinozyten, das sind die Zellen, aus denen sich Haare, Nägel und die äußerste Schicht der Haut bilden. Diese Zellen werden in einer Nährlösung vermehrt. Nach ein paar Wochen ist es soweit, und die Wunde wird mit den kleinen Zellinseln besiedelt. Innerhalb weniger Wochen entsteht aus den Haarzellen eine vollwertige Ersatzhaut. Nach vier bis sechs Wochen hat sich die Wunde ganz geschlossen, so dass die Haut an dieser Stelle wieder belastbar ist. Die Transplantation wird ambulant durchgeführt.