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Milchzähne
Die ersten Zähnchen beeinflussen die richtige Entwicklung des Kiefers und der bleibenden Zähne. Sie sind der Platzhalter, an dessen Stelle der bleibende Zahn nachwächst. Fällt der Milchzahn vorzeitig aus, kippen Nachbarzähne in die Lücke und nehmen dem bleibenden Zahn den Platz: Er kann sich nicht in die Zahnreihe einordnen und wächst schief.
Erster Zahnarztbesuch mit zweieinhalb
Die Zahnpflege muss daher mit dem Durchbrechen des ersten Milchzahns beginnen. Zunächst reicht es, die ersten Zähnchen einmal am Tag mit einem feuchten Wattestäbchen oder einem Mull-Läppchen behutsam sauber zu wischen. Ab dem zweiten Lebensjahr sollten die Milchzähne zweimal täglich geputzt werden. Speziell für die Zahnpflege bei Säuglingen und Kleinkindern gibt es Zahnbürsten mit einem abgerundeten, kleinen Bürstenkopf und abgerundeten, weichen Borsten. Die erste Untersuchung beim Zahnarzt steht mit zweieinhalb Jahren an.
Dauernuckeln mit oder ohne Zucker schlecht
Die häufigste Ursache für Karies bei Kleinkindern ist das Dauernuckeln zum Beispiel an der Nuckelflasche oder an der Schnabeltasse. Die Zähne werden dadurch ständig mit Flüssigkeit umspült; enthält das Getränk Zucker, haben Kariesbakterien leichtes Spiel. Sogar Dauernuckeln an zuckerfreien Getränken weicht den Zahnschmelz der Milchzähne auf.
Fluor ja, aber in Maßen
Fluoride bauen den Zahnschmelz auf und härten ihn. Allerdings müssen Eltern und Kinderarzt auf die Dosierung des Fluorids achten, denn zu viel Fluorid kann die Zähne bräunlich verfärben. In den ersten Lebensmonaten sollte die Fluoridzufuhr am besten mittels Fluoridtabletten, die der Kinderarzt verschreibt, erfolgen. Für Säuglinge und Kleinkinder bietet die Apotheke diese Präparate in Kombination mit Vitamin D an. Vitamin D beugt der Knochenverformung, der so genannten Rachitis, vor. Erhält das Kind Beikost, muss auch der Fluoridgehalt des Leitungs- oder Mineralwassers und des verwendeten Speisesalzes berücksichtigt werden.
0,05 Prozent Fluorid-Gehalt
Mit etwa drei Jahren kann man die Kinderzahnbürsten dem Nachwuchs selbst anvertrauen, auch wenn die Eltern noch unterstützend helfen müssen und nachputzen sollten. Ab diesem Alter können auch erstmals Zahnpasten, die 0,05 Prozent Fluorid enthalten sollten, eingesetzt werden. Eine erbsengroße Menge ist ausreichend.
Spucken erwünscht
Damit das Kind die Zahnpasta nicht herunterschluckt, sollte die Kinderzahnpasta nicht nach Frucht oder Bonbon schmecken und nach dem Putzen möglichst vollständig ausgespuckt werden. Spätestens mit dem Schulalter sollten die Kinder gelernt haben, die Zähne in kleinen, kreisenden Bewegungen zu putzen. Ab diesem Zeitpunkt können fluorierte Zahnpasten für Erwachsene verwendet werden.
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