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31.07.2010, 4:28


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Mistel ergänzt die Krebstherapie

Die Kelten im frühen Europa verehrten die Mistel (Viscum album) als heilige Pflanze. Da sie nur auf Bäumen wächst, schien ihr Samen direkt von den Göttern zu kommen. So galt die Pflanze damals als Zaubermittel, das Kranke heilen oder Wünsche erfüllen konnte. Die Erkenntnisse der letzten Jahrhunderte nahmen der Mistel etwas von ihrer mystischen Aura: Mittlerweile ist bekannt, dass nicht die Götter, sondern Vögel mit ihren Hinterlassenschaften die Samen verbreiten.

Volksmedizinisch kommt Tee aus Mistelkraut bei hohem Blutdruck zum Einsatz. Heute steht jedoch die Anwendung von Mistelpräparaten in der Krebstherapie im Vordergrund. Dazu wird der Mistelextrakt in Form von Injektionen zusätzlich zur normalen Medikation gegen den Tumor verabreicht. Die Mistelwirkstoffe stärken das Immunsystem und verbessern das allgemeine Befin-den der Patienten. Für diesen Zweck erstatten die Krankenkassen auch weiterhin Mistelpräparate. In Studien zeigte sich, dass Betroffene, die mit Mistelextrakten behandelt wurden, eine bessere Lebensqualität hatten und länger lebten als vergleichbare Krebspatienten, die keine Mistelauszüge erhielten. Mistelextrakte sollen auch eine direkte hemmende Wirkung auf das Krebswachstum und die Ausbreitung von Metastasen haben. Dafür werden die Viscoto-xine und die Lektine, beides Inhaltsstoffe der Pflanze, verantwortlich gemacht. Genauere Einblicke in dieses Geschehen fehlen aber bislang noch.

RF


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