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Wie entsteht Muskelkater?
Wenn es im August nicht zu heiß ist, lockt schönes Wetter scharenweise Menschen zum Sport ins Freie, die schon lange nicht mehr im Training sind. So viel Elan nimmt die Muskulatur zunächst übel: Sie bekommt einen Kater, und dem Mensch bleibt der Katzenjammer.
Lange Zeit gab man der Milchsäure die Schuld am Muskelkater. Sie entsteht im Muskel, wenn er zum Arbeiten nicht genug Sauerstoff bekommt, bei einer anaeroben Belastung also. Heute weiß man, dass diese Kater-Theorie nicht stimmen kann. Denn in den Muskeln eines 400-Meter-Hürdenläufers entsteht jede Menge Milchsäure Muskelkater bekommt er deshalb aber noch lange nicht.
Heute geht man davon aus, dass die Muskulatur untrainierter Menschen auf plötzliche starke Beanspruchung mit Veränderungen in den einzelnen Fasern reagiert. Mikroskopisch kleine Muskelfaserrisse bedingen dann den Schmerz. Besonders leicht treten die Faserrisse bei so genannter exzentrischer Beanspruchung auf. Die gibt es zum Beispiel beim Laufen, beim Bergabgehen, wenn man Treppen hinabsteigt und bei bestimmten gymnastischen Übungen. Wärmeanwendungen können Muskelkater lindern.
Manchen von Muskelkater geplagten Menschen helfen Salben oder Gele, die die Durchblutung fördern oder antientzündlich wirken. Apotheker beraten dazu gerne. Auch die Homöopathie hält Zubereitungen dagegen parat.
Keine Chance bekommt Muskelkater auch bei Untrainierten, wenn sie ihr geplantes Sportpensum nur allmählich steigern und regelmäßig trainieren.
Apothekerin Isabel Weinert
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