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Muskelschwäche oft spät erkannt
Eine Mitgliederbefragung der Deutschen Myastenie-Gesellschaft ergab, dass es nach Beginn erster Beschwerden häufig bis zu drei Jahre dauert, ehe Ärzte eine Muskelschwäche infolge einer Myastenia gravis feststellen. Dies liegt nach Angaben der Gesellschaft unter anderem daran, dass diese Krankheit relativ selten ist: Auf zehntausend Menschen kommt hier zu Lande ein Fall. Außerdem sind die Symptome anfangs schwer zu deuten, ein Schwächegefühl etwa, das besonders nach körperlicher Anstrengung auftritt oder Schwierigkeiten beim Kauen, Sprechen oder Schlucken. Die Schwäche kann alle Muskelgruppen betreffen, auch die Atemmuskulatur, was zu Atembeschwerden führt. Recht charakteristisch sind zu Beginn Sehstörungen wie Doppeltsehen und hängende Augenlider. Die Augen sind dadurch oft ungleich weit geöffnet. Ursache der Myastenia gravis ist ein Angriff des Immunsystems auf die Muskulatur, der dazu führt, dass die Reizübertragung von Nerven auf Muskelfasern gestört ist. Haben Ärzte die Krankheit erst einmal erkannt, lassen sich ihre Symptome mit Medikamenten behandeln. Außerdem kann man die Thymusdrüse entfernen, was die Beschwerden bei manchen Patienten ebenfalls bessert.
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