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Pseudokrupp, ein Leiden der Kleinsten
Pseudokrupp-Anfälle kommen meist mitten in der Nacht. Mit angstgeweiteten Augen sitzen die Kinder in ihrem Bettchen, sie husten unaufhörlich, ringen nach Luft. Das pfeifende Geräusch ihres Atems vermischt sich mit panischen Weinen.
Frische Luft und Kortison
Als "Erste-Hilfe-Maßnahmen" sollten die Eltern die kleinen Patienten beruhigen und dafür sorgen, dass sie kühle Luft einatmen können etwa auf dem Balkon, eingewickelt in eine warme Decke. Die pfeifenden Atemgeräusche ebben dann meist langsam ab, und auch der quälende Husten lässt nach einiger Zeit nach. Allerdings laufen Pseudokrupp-Anfälle nicht immer so glimpflich ab, und Husten und Atemnot treten erneut auf, sobald man mit dem Kind in die trockene Luft beheizter Räume zurückkehrt. Für solche Fälle sollten Eltern nach Absprache mit dem Arzt kortisonhaltige Zäpfchen parat haben, die einem weiteren Anschwellen der Atemwege vorbeugen.
Vorrausschauend und . . .
Es empfiehlt sich auch, das Kortison bereits bei den ersten Pseudokrupp-Anzeichen zu geben, um einen schweren Anfall von vornherein zu verhindern. In jedem Fall sollte ein Arzt abklären, dass es sich tatsächlich um Pseudokrupp und nicht um eine ähnlich verlaufende, aber wesentlich gefährlichere Kehldeckelentzündung handelt.
. . . schnell handeln
Wenn Pseudokrupp zum ersten Mal auftritt und mit Atemnot einhergeht, die sich auch an der Luft nicht bessert, sollte man unbedingt den Notarzt rufen. Das gilt auch für den Fall, dass das Kortison-Präparat nicht anschlägt. Der Arzt entscheidet dann über die weitere Behandlung, zum Beispiel, ob die Inhalation des Wirkstoffs Adrenalin nötig ist. Machen sich die Eltern selbst mit ihrem kranken Kind auf den Weg zum Arzt, sollten sie darauf achten, dass sie den kleinen Patienten aufrecht, also auf dem Arm oder sitzend und nicht im Liegen transportieren.
Die Auslöser: Viren und Zigarettenrauch
Der Pseudokrupp, auch als Infekt-Krupp bezeichnet, kommt am häufigsten in den Herbst- und Wintermonaten vor und wird hauptsächlich durch Viren verursacht. Oft geht dem nächtlichen Anfall ein Infekt der oberen Luftwege mit Schnupfen, Husten und Fieber voraus. Bereits bestehende Allergien sowie Zigarettenrauch begünstigen die Erkrankung.
Ein Trost: Pseudokrupp heilt aus
Um das Risiko einer Pseudokrupp-Erkrankung so klein wie möglich zu halten, sollte Rauchen für Eltern gefährdeter Kinder absolut tabu sein. Zusätzlich gilt massive Luftverschmutzung als krankmachender Faktor. Bei der akuten Infektion ist der Kehlkopf entzündet, die umgebende Schleimhaut schwillt an, die Luftröhre verengt sich. Bei nahezu allen Kindern, das heißt, die Anfälle treten mit zunehmendem Alter und Wachstum seltener auf, bis sie schließlich ganz ausbleiben.
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