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31.07.2010, 4:48


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Quick-Wert und INR-Wert


Der Quick-Wert und der INR-Wert ermöglichen eine Kontrolle des Blutgerinnungswertes. Mit ihnen lassen sich Gerinnungsstörungen feststellen und die gerinnungshemmende Therapie herzkranker Patienten überprüfen.

Beim Quick-Wert wird dem Patienten Blut abgenommen und mit Blutgerinnungsfaktoren versetzt. Anschließend misst man die Zeit, bis die Gerinnung eintritt. Zum Vergleich wird die Gerinnungszeit von normalem Blut unter den gleichen Bedingungen ermittelt. Der Quickwert gibt an, wie viel Prozent vom Normwert das untersuchte Blut erreicht. Er liegt normalerweise zwischen 70 und 130 Prozent. Unter einer Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln wie Cumarin-Derivaten sinkt er auf Werte zwischen 15 und 25 Prozent.

Führende Fachgesellschaften und die Weltgesundheitsorganisation empfehlen heute, den Gerinnungswert als so genannte "International Normalized Ratio", kurz INR-Wert, anzugeben. Bei den meisten Patienten wird der INR-Wert zwischen 2,5 und 4,5 eingestellt, das entspricht einem Quick- Wert von etwa 10 bis 20 Prozent. Wie hoch der Zielwert sein soll, legt der Arzt mit dem Patienten individuell fest. Ganz wichtig: Die normale Blutgerinnung hat einen INR-Wert von 1,0. Mit steigender INR nimmt die Fähigkeit des Blutes zur Gerinnung ab. Umgekehrt ist es beim Quick-Wert, wo ein fallender Quick-Wert eine abnehmende Gerinnungsfähigkeit anzeigt.

Das Blutgerinnungssystem sorgt dafür, dass der Mensch nicht an einem kleinen Messerschnitt verblutet. Dieses lebensrettende System kann aber für Patienten, die zur Bildung von Blutgerinnseln neigen oder zum Beispiel eine Herzklappenoperation hinter sich haben, gefährlich werden. Für sie ist es wichtig, dass das Blut möglichst dünnflüssig ist, Sonst kann es zum Verschluß einer Ader (Thrombose), zum Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Viele dieser Patienten müssen daher Medikamente einnehmen, die die Blutgerinnung hemmen. Eine genaue Dosierung dieser Medikamente ist wichtig, denn das Blut soll trotzdem noch in der Lage sein, eine Wunde verschließen zu können. Aus diesem Grund überprüft der Hausarzt oder der Patient den Quick- oder INR-Wert. Es gibt handliche Geräte für zu Hause, die innerhalb von einer Minute den Quick- und den INR-Wert angeben.

Weitere Informationen zu vielen Laborwerten finden Sie im Buch "Was verraten meine Blutwerte" aus dem GOVI-Verlag. Es ist in Apotheken erhältlich.



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