Anzeige:
Home
08.09.2010, 21:37


Erste Hilfe

Arzneimittel

Krankheiten & Beschwerden

So funktioniert der Körper

Wellness, Fitness, Health

Recherche Spezial



Stichwortsuche:



Hier finden Sie Ihren Suchbegriff
im Lexikon und in den Seiten der
Neuen Apotheken Illustrierten.

Schlaf


Ausgelöst wird der Schlaf durch einen angeborenen Rhythmus, der selbst bei dauerhafter Dunkelheit funktioniert und sich immer annähernd an dem 24-Stunden-Zyklus, also dem Wechsel von Tag und Nacht, orientiert. Zwar schaltet der Schlaf das Bewusstsein aus, aber nur, um ungestört die Energiedepots des Körpers aufzutanken.

Schlafbedürfnis unterschiedlich

Mensch benötigen unterschiedlich viel Schlaf. Der Durchschnittsschläfer braucht sechs bis acht Stunden. Auch ein Mittagsschläfchen geht aufs Schlafstundenkonto. Versäumte Nachtruhe holt der Körper durch tieferen, nicht durch mehr Schlaf nach. Die Behauptung "Eine Stunde Schlaf vor Mitternacht ist besser als zwei danach" stimmt nur bedingt. In den ersten Stunden des Schlafs ist der Mensch im erholsamen Tiefschlaf, egal ob er vor oder nach Mitternacht ins Bett geht.

Schlafmittel

Die Klassiker unter Schlafmitteln sind die Benzodiazepine. Sie bringen schnell einen tiefen, ruhigen Schlaf. Doch manche dieser Substanzen wirken so lange, dass ihre Wirkung sogar noch am nächsten Morgen anhält. Außerdem können sie abhängig machen. Bei modernen Wirkstoffen wie Zopiclon, Zolpidem oder Zaleplon ist diese Gefahr geringer.

Arzneipflanzen gegen Schlafstörungen

Arzneipflanzen, die eine schlafanstoßende, beruhigende, antidepressive oder angstlösende Wirkung haben, können eine Alternative zu synthetischen Substanzen sein. Der Vorteil aller pflanzlichen Mittel: Sie machen nicht abhängig und sie haben keinen Einfluss auf das Reaktionsvermögen und die Aufmerksamkeit am Tag. Diesen Tee gegen Nervosität und Einschlafstörungen können Sie sich in Ihrer Apotheke mischen lassen:

Baldrianwurzel 15,0 g
Hopfenzapfen 25,0 g
Lavendelblüten 25,0 g
Melissenblätter 25,0 g
Pomeranzenblüten 5,0 g
Hagebuttenschalen 5,0 g

Einen Esslöffel voll Tee mit einer Tasse heißem Wasser übergießen. 10 bis 15 Minuten bedeckt stehen lassen und abseihen. Zwei- bis dreimal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken.

Studienergebnisse zum Thema Schlafen

Wenn Kinder zu lange und spät abends fernsehen, leiden sie vermehrt unter Schlafstörungen, so eine Untersuchung mit 1000 Kindern in Freiburg. Jeder fünfte Sechs- bis Zehnjährige litt nach langem und intensivem Fernsehen unter deutlichen Schlafstörungen. In einer US-Studie wurde dies sogar bei jedem dritten Kind festgestellt.
Verhaltenstraining ist die wirksamste Maßnahme gegen Schlafstörungen, so eine Studie von Wissenschaftlern der Commonwealth University in Virginia, USA. Die Experten verglichen bei Menschen mit Schlafstörungen die Wirkung von einem gezielten Verhaltenstraining mit der eines Schlafmittels sowie einer Kombination von beidem. In der zweijährigen Nachbeobachtungszeit zeigte sich, dass alle drei Methoden im Vergleich zu unbehandelten Patienten wirksam waren. Am längsten hielt jedoch der Erfolg des Verhaltenstrainings an.
Medikamente können Schlaf stören. Schlaflose Nächte bereiten unter anderem: Mittel gegen hohen Blutdruck wie ACE-Hemmer, Beta-Blocker oder Calcium-Antagonisten. Auch harntreibende Medikamente oder einige Antidepressiva gehören dazu.



04/02





Zurück zur Startseite

Copyright © 2010 Neue Apotheken Illustrierte / GOVI Verlag


Home | Impressum | Presse | Mediainformationen | Copyright-Hinweis | GOVI Verlag

Haben Sie Fragen zum Inhalt? Dann wenden Sie sich bitte an redaktion@nai.de