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31.07.2010, 4:28


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Umstrittene Schmerzmittel bleiben mit Einschränkungen am Markt, weitere Schmerzmittel werden untersucht.

Die europäische wie auch die amerikanische Gesundheitsbehörde haben sich noch einmal und voerst abschließend zu den umstrittenen Schmerz- und Rheumamitteln geäußert. Sie, liebe Leserinnen und Leser, erinnern sich vielleicht daran, dass diese Zeitschrift mehrfach über die umstrittenen so genannten Cox-2-Hemmer oder auch Coxibe berichtet hat. Vor rund einem Jahr ging das erste Handelspräparat mit einem solchen Inhaltsstoff vom Markt, weitere folgten. Der Grund: ernste Herz-Kreislaufprobleme bis hin zum Herzinfarkt und schwere Hautreaktionen. Uneinig war die Fachwelt zunächst darüber, ob es sich bei den gemeldeten Zwischenfällen um isolierte Probleme einzelner Produkte handelt oder um ein grundsätzliches Manko aller so konzipierten Schmerzmittel. Oder – so hieß es später – können diese schweren Nebenwirkungen etwa bei fast allen Schmerzmitteln auftreten?

Nun hat die europäische Zulassungbehörde entschieden, die noch am Markt befindlichen Cox-2-Hemmer können bleiben, der Nutzen überwiege die Risiken. Allerdings sollen Warnhinweise deutlich machen, wer diese Schmerzmittel nicht nehmen darf. Bei dem Wirkstoff Valedoxib, der schwere Nebenwirkungen an der Haut verursacht hatte, will die Behörde allerdings die Zulassung ruhen lassen und nach einem Jahr weiterer Untersuchungen durch den Hersteller erneut prüfen.

Die amerikanische FDA will auch Warnhinweise für andere Schmerzmittel durchsetzen, beispielsweise Diclofenac. Der Beschuss fußt auf einer Reihe von Studien, in denen solche Schmerz- und Rheumamittel zu einen höheren Herzkreislaufrisiko führten. Die eurpäische Zulassungsbehörede reagiert hier vorsichtiger und will erst mal Untersuchungen anstellen.

Was Sie jetzt wissen müssen: Die noch im Handel befindlichen so genannten Cox-2-Hemmer wird es weiter geben, aber mit folgenden Einschränkungen:

-Alle Substanzen sollen nur für die kürzest mögliche Zeit verordnet werden.

-Alle Substanzen sind ausgeschlossen für Patienten mit bestimmten Herzerkrankungen wie mangelnde Herzdurchblutung durch verengte Herzkranzgefäße, nach Herzinfarkt oder Schlaganfall und/oder schweren peripheren Durchblutungsstörungen.

-Die Anwendung bei Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes und hohen Blutfettwerten muss besonders sorgfältig erwogen werden.


07/05




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