Schutz vor Gebärmutterhalskrebs
Inzwischen gilt es als gesichert, dass Viren Gebärmutterhalskrebs verursachen. Seit kurzem kann eine Impfung vorbeugen.
Etwa 70 Prozent der Krebserkrankungen am Gebärmutterhals werden von Humanen Papillomviren (HPV) des Typs 16 und 18 verursacht. Bei den verbleibenden 30 Prozent sind andere HPV-Typen beteiligt. Die Viren können beim Geschlechtsverkehr übertragen werden und infizieren dann das Gewebe am Gebärmutterhals. Obwohl viele Frauen im Laufe ihres Lebens mit den Viren in Kontakt kommen, heilt bei den meisten die Infektion ohne Folgen wieder aus. Bei einigen bleibt das Virus aber im Körper und kann nach zehn bis 20 Jahren Gebärmutterhalskrebs auslösen. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 7000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, etwa 2000 sterben daran.
Derzeit ist ein Impfstoff auf dem Markt, mit dem einer Infektion mit HPV 16 und 18 vorgebeugt werden kann. Er schützt außerdem vor HPV 6 und 11 und damit vor Genitalwarzen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die generelle Impfung gegen HPV des Typs 16 und 18 für alle Mädchen von 12 bis 17 Jahren. Die Impfung sollte nach Möglichkeit vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein. Impfschutz besteht nach jetzigen Erkenntnissen sicher für fünf Jahre. Die Impfung kann jedoch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen nicht ersetzen. Die Kosten für Impfungen, die von der STIKO empfohlen und vom Gemeinsamen Bundesausschuss als erstattungsfähig angesehen werden, müssen gesetzliche Krankenkassen künftig übernehmen. Das gilt auch für die HPV-Impfung.