Anzeige:
Home
31.07.2010, 4:42


Erste Hilfe

Arzneimittel

Krankheiten & Beschwerden

So funktioniert der Körper

Wellness, Fitness, Health

Recherche Spezial



Stichwortsuche:



Hier finden Sie Ihren Suchbegriff
im Lexikon und in den Seiten der
Neuen Apotheken Illustrierten.

Mehr Zucker, weniger Alkohol –
ein neuer Speiseplan für Diabetiker



Für Diabetiker ist das Essen Bestandteil der Therapie. Aber nicht mit Knäckebrot und Diätprodukten! Im Gegenteil, nach den neuesten, wissenschaftlich untermauerten Erkenntnissen steht selbst dem täglichen Naschen nichts mehr im Weg. Keine Verbote, sondern ein Plädoyer für ausgewogene Kost – so kann man die neuen Ernährungsempfehlungen interpretieren.

Alkohol
Diabetiker dürfen Alkohol trinken, sogar täglich. Allein die Menge macht´s: zehn Gramm für Frauen, 20 Gramm für Männer – das gilt übrigens auch für gesunde Menschen. Umgerechnet sind das ein halbes beziehungsweise ein Glas Wein oder jeweils die doppelte Menge Bier. Dazu immer Kohlenhydrate essen, sonst steigt das Risiko, zu unterzuckern.

Ballaststoffe
Sie schaffen den Ausgleich zwischen Nahrung, aus der Kohlenhydrate schnell ins Blut gelangen und solcher, aus der sie langsam freigesetzt werden. Das nimmt dem Blutzuckerverlauf die Spitzen. Etwa 40 Gramm Ballaststoffe täglich bringen aber nicht nur Gleichmaß in den Zuckerstoffwechsel, sondern senken zudem Blutfettwerte und sorgen dafür, dass der Darm schneller verdaut.

Eiweiß
Nicht mehr als zehn bis 20 Prozent der Gesamtenergiezufuhr pro Tag dürfen es sein – wie auch bei gesunden Menschen. Verzicht bietet nur Typ-1-Diabetikern mit Nierenschaden Vorteil, hier sollte der Verzehr unter zehn Prozent liegen.

Fett
Ein- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren senken das "böse" Cholesterin und machen die Zellen sensibler für Insulin. Wie man genug davon bekommt? Indem
zwei- bis dreimal pro Woche fetter Seefisch auf den Tisch kommt (Lachs, Makrele, Hering, Thunfisch), entsprechend seltener Fleisch und Wurst. Nüsse, Raps-, Soja-
und Olivenöl machen die Palette an gesunden Fetten komplett.

Glykämischer Index oder GLYX
Der GLYX besagt, wie rasch ein Nahrungsmittel den Blutzucker in die Höhe schnellen lässt. Je rascher, desto schlechter. Also Lebensmittel mit niedrigem GLYX bevorzugen (alles, was aus Vollkorn besteht, die meisten Gemüse, viele Obstsorten), aber nur, wenn auch sonst die Zusammensetzung stimmt! Das ist wichtig, denn auch der GLYX von Chips oder Schokolade liegt niedrig, gesund sind sie deshalb dennoch nicht, weil viel "schlechtes" Fett drinsteckt.

Zucker
Bis zu 50 Gramm pro Tag sind erlaubt. Eine ganze Menge, die man nicht immer ausnutzen muss. Denn zu Zucker gehört ganz oft auch Fett - ungesundes Fett. Deshalb: Zucker ja, aber vor dem Genuss auf die restlichen Bestandteile von "Schnuckelkram" schauen, denn die können dick machen.


11/05



Zurück zur Startseite

Copyright © 2010 Neue Apotheken Illustrierte / GOVI Verlag


Home | Impressum | Presse | Mediainformationen | Copyright-Hinweis | GOVI Verlag

Haben Sie Fragen zum Inhalt? Dann wenden Sie sich bitte an redaktion@nai.de