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08.09.2010, 20:42


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Wissenstest
Leihen Sie uns Ihr Ohr

Unser Gehör ermöglicht den Genuss von Musik, mit ihm verstehen wir gesprochene Worte, hören das Rauschen des Meeres oder den Gesang von Vögeln. Daher leiden Menschen sehr, wenn sie ihr Gehör im Stich lässt oder wenn sie dauerhaft Ohrgeräusche wahrnehmen. Testen Sie hier Ihr Wissen über Hören und Hörschäden.

1. Worauf trifft der Schall, wenn er am Ende des Gehörgangs angekommen ist?
a: direkt auf die Gehörschnecke
b: auf das am Ende des Gehörgangs aufgespannte Trommelfell
c: auf den Hörmuskel, der den Schall weiterleitet

2. Was ist eine Schallleitungsschwerhörigkeit?
a: Der Sinnesreiz wird im Gehirn nicht verarbeitet.
b: Der Sinnesreiz wird vom Hörnerv nicht übertragen.
c: Die Schallübertragung im Gehörgang oder im Mittelohr ist gestört.

3. Was ist Cerumen?
a: der Fachausdruck für die Gehörknöchelchen im Mittelohr
b: der Fachausdruck für Sinneshärchen in der Gehörschnecke
c: der Fachausdruck für Ohrenschmalz

4. Was vor allem führt zu einer
Altersschwerhörigkeit?
a: Im Innenohr fallen immer mehr Hörsinneszellen aus.
b: Das Trommelfell wird zunehmend löchriger.
c: Ein Zerbrechen der Gehörknöchelchen ist die Ursache.

5. Was kann man gegen die Folgen der Altersschwerhörigkeit unternehmen?
a: keinerlei Musik mehr hören
b: leider nichts
c: Hörgeräte verwenden

6. Ab einem Schalldruckpegel von 85 Dezibel muss man in Betrieben Gehörschutz tragen. Bis auf welche Pegel dürfen tragbare Musikabspielgeräte wie MP3-Player laut einer EU-Norm maximal eingestellt werden?
a: 40 Dezibel
b: 90 Dezibel
c: 100 Dezibel

7. Was ist ein Hörsturz?
a: Sturz auf ein Ohr mit den daraus resultierenden Verletzungen
b: meist einseitiger und plötzlicher Hörverlust
c: Man hört plötzlich besser als zuvor.

8. Welche Therapie kann bei anhaltenden Ohrgeräuschen die Lebensqualität verbessern?
a: wiederholte Ohrspülungen beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt
b: ein Ohr-Survival-Training
c: eine Tinnitus-Retraining-Therapie





Lösungen

1 b: Der Schall trifft am inneren Ende des Gehörgangs auf das dort aufgespannte Trommelfell und bringt es zum Schwingen. Es handelt sich um eine dünne Membran, die den Gehörgang komplett gegen die Paukenhöhle abschließt. Am Trommelfell ist eines der drei miteinander verbundenen Gehörknöchelchen, der Hammer (Malleus), angewachsen. Über die Gehörknöchelchen wird der Schall in das im Schädelknochen sitzende Innenohr mit seinen Hörsinneszellen geleitet. Diese wandeln den Schallreiz in Nervenimpulse um, die dann in das Gehirn gehen.

2 c: Eine Störung der Schallübertragung im Gehörgang kann zum Beispiel durch einen Verschluss des Gehörgangs verursacht werden, im einfachsten Fall durch Ohrenschmalz. Es können aber auch das Trommelfell oder die Gehörknöchelchen geschädigt sein oder eine Mittelohrentzündung vorliegen. Im Gegensatz dazu bereitet bei einer Innenohrschwerhörigkeit nicht die Schallleitung Schwierigkeiten, sondern Schäden an den Hörsinneszellen oder Probleme bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen an das Gehirn.

3 c: Cerumen ist das Fachwort für Ohrenschmalz. Dieses Sekret bindet in den Gehörgang eindringende Partikel und hält die Haut geschmeidig. Man darf Ohrenschmalz nicht mit Wattestäbchen in den Gehörgang zurückschieben, sondern es nur abwischen, wenn es aus dem Gehörgang austritt. Einen festsitzenden Ohrenschmalzpropf sollte der Hals-Nasen-Ohren-Arzt entfernen, beispielsweise mit Ohrhäkchen oder einer Ohrspülung.

4 a: Im Verlauf des Lebens fallen durch Alterungsprozesse im Innenohr, durch Krankheiten und durch stetige Beschallung immer mehr Hörsinnes- und nachgeschaltete Nervenzellen aus.
Zu Anfang hört man hohe Frequenzen schlechter, und es leidet das Wortverständnis speziell in geräuschvoller Umgebung ("Cocktail-Party-Effekt").

5 c: Ab einem bestimmten Punkt kann man den Hörverlust nur noch durch ein Hörgerät ausgleichen. Hinter oder im Ohr getragene Geräte fangen den Schall mit einem Mikrofon auf, verstärken ihn und übertragen ihn mit einem Lautsprecher in den Gehörgang.

6 c: Laut einer EU-Verordnung, der viele in Deutschland verkaufte Geräte genügen, dürfen tragbare Musikabspielgeräte Schalldruckpegel von bis zu 100 Dezibel erreichen. Fachärzte fürchten, dass durch solche Geräte viele jüngere Menschen vorzeitig erhebliche Gehörschäden erleiden und plädieren für niedrigere Belastungen.

7 b: Es handelt sich um einen meist einseitigen, akut oder innerhalb von Minuten auftretenden Hörverlust. Oft treten auch Ohrgeräusche infolge eines Hörsturzes auf. Man sollte bei einem Hörsturz zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen, denn die Heilungschancen sind bei frühzeitiger Behandlung recht gut.

8 c: Bei einer Tinnitus-Retraining-Therapie wird versucht, die bewusste Wahrnehmung der Ohrgeräusche durch ein gezieltes Trainingsprogramm zurückzudrängen. Dabei kommen unter anderem auch kleine Geräte zum Einsatz, die Geräusche erzeugen, die vom störenden Ohrgeräusch ablenken.





Auswertung:
7 oder 8 richtige Antworten:
Herzlichen Glückwunsch! Sie kennen sich sehr gut aus. Halten Sie sich auch weiterhin auf dem Laufenden mit der Neuen Apotheken Illustrierten.

4 bis 6 richtige Antworten:
Nicht schlecht! Sie wissen einiges zum Thema Hören und Hörstörungen. Noch mehr darüber erfahren Sie, wenn Sie regelmäßig die Neue Apotheken Illustrierte lesen.

0 bis 3 richtige Antworten:
Nicht den Kopf hängen lassen! Sie können Ihr Wissen ausbauen, wenn Sie regelmäßig die Neue Apotheken Illustrierte lesen und Ihren Arzt oder Apotheker befragen.


02/2009




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