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Vitamin D für gesunde Knochen
Vitamin D spielt vor allem im Stoffwechsel der Knochenmineralstoffe Calcium und Phosphat eine bedeutende Rolle: Es reguliert den Calciumauf- und -abbau, verhindert, dass zu viel Calcium freigesetzt wird und dabei hilft, dass sich so genannte Knochenstammzellen richtig entwickeln.
Selten: Mangelkrankheit Rachitis
Die Rachitis, eine Erkrankung, bei der Knochen erweichen und deformieren, kommt heute noch in Ländern vor, in denen Säuglinge kein zusätzliches Vitamin D in Tablettenform bekommen. Im Körper entsteht die eigentliche Wirkform, das Vitamin D3 (Cholecalciferol) Es hilft, einen gesunden Knochenstoffwechsel aufrecht zu erhalten. Bei einem Mangel verlieren die Knochen Mineralstoffe, werden instabil und verformen sich (Rachitis und Osteomalazie). Auch bei der Osteoporose, bei der sich die das Knochengewebe vermindert und porös wird, spielt das Fehlen von Vitamin D eine Rolle. Eine heiße Spur führte jüngst auch zum Typ-1-Diabetes: An Vitamin D mangelversorgte Kinder entwickelten deutlich öfter einen Typ-1-Diabetes als ausreichend versorgte.
Wer braucht wie viel?
Säuglinge sollten ab Ende der 1. Lebenswoche bis zum Ende des 1. Lebensjahres pro Tag eine Tablette mit 10 bis 12,5 Mikrogramm (400 bis 500 Einheiten) Vitamin D erhalten. Die Prophylaxe kann im 2. Lebensjahr in den Wintermonaten fortgeführt werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene benötigen 5 Mikrogramm pro Tag, Senioren über 65 Jahre 10 Mikrogramm.
Vitamin-D-haltige Nahrungsmittel
Vor allem fette Fischensorten wie Matjes, Hering, Aal, Sardellen, Forelle, Lachs und Sardinen enthalten viel Vitamin D. Die durchschnittliche Tagesdosis ist zum Beispiel in 20 g Hering oder 30 g Lachs enthalten. Daneben findet man das Vitamin auch in Eigelb oder Butter.
So beugen Sie einem Mangel vor
In Deutschland tritt ein Vitamin-D-Mangel sehr selten auf, weil Vitamin D in der Haut unter Lichteinfluss gebildet wird zusätzlich zur über die Nahrung aufgenommenen Menge. Dazu reichen bereits 15 Minuten Sonnenlicht dreimal pro Woche. Für Säuglinge eignet sich die Ergänzung von Vitamin D in Tablettenform. Ältere Menschen sollten sich auch im Winter regelmäßig Sonnenlicht gönnen dabei genügen bereits 15 Minuten am offenen Fenster auch bei bedecktem Himmel. Wer ein höheres Risiko für eine Osteoporose trägt, kann nach Rücksprache mit dem Arzt Vitamin D und Calcium einnehmen.
Nebenwirkungen bei Überdosierung
Über die Nahrung und über übliche Tablettendosierungen eingenommene Mengen an Vitamin D besteht keine Gefahr der Überdosierung. Bei Dosen, die über 1000 Internationale Einheiten (I.E.) pro Tag liegen, können Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durstgefühl und Erbrechen auftreten.
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