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Vitamin E
Vitamin E fachlich (D-)alpha-Tocopherol zählt gemeinsam mit den Vitaminen A, D und K zu den Vitaminen, die sich nicht in Wasser, sondern in Fett lösen. Wie viel Vitamin E dann vom Darm in den Körper gelangt, hängt wiederum von der Art des gleichzeitig verzehrten Fettes ab. Die an sich gesunden, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, hemmen die Aufnahme von Vitamin E in den Körper. Zu diesen Fetten zählen Linolsäure, alpha-Linolensäure, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.
Gegen die Zellzerstörung
Vitamin E lagert sich in Zellmembranen ein und bietet dort Schutz vor den immer wieder im Körper entstehenden freien Radikalen, die an Körperzellen Schäden verursachen können. Experten bezeichnen Vitamin E deshalb als Radikalfänger. Im Rahmen des Fettstoffwechsels kann es Membranfette, Fettproteine und Depotfette vor der Reaktion mit Sauerstoff, der so genannten Oxidation, schützen. Darüber hinaus hindert es Blutplättchen, sich zusammenzuballen, und beeinflusst die Immunabwehr positiv.
Wenn es an Vitamin E mangelt
Mangelversorgung macht sich erst nach langer Zeit bemerkbar, weil es dauert, bis die Vitamin-E-Speicher des Körpers leer sind. Dann sinken Wachsam- und Aufmerksamkeit, und es stellt sich eine Muskelschwäche ein. Einen unterschwelligen Mangel an Vitamin E bringt man heute zum Beispiel mit der Entstehung von Arteriosklerose, Krebs, frühzeitiger Alterung, Diabetes und Rheuma in Verbindung.
Wer braucht wie viel?
Kinder von 1 bis 4 Jahre sollten täglich 5 bis 6 mg, Kinder bis 7 Jahre 8 mg und bis 10 Jahre 9 bis 10 mg Vitamin E zu sich nehmen. Für Jugendliche bis 15 Jahre werden pro Tag 12 bis 14 mg empfohlen. Die Dosis für Erwachsene liegt zwischen 12 bis 15 mg.
Wo viel drin steckt
Viel Vitamin E ist in pflanzlichen Ölen wie Weizenkeim-, Sonnenblumen-, Distel-, Maiskeim-, Traubenkern- oder Sojaöl enthalten. Außerdem in Margarine, Sonnenblumenkernen, Nüssen und Weizenkeimen. 8 g Weizenkeim- oder 20 g Sonnenblumenöl enthalten die durchschnittliche Vitamin-E-Tagesdosis.
Wie beugt man einem Mangel vor?
Indem man auf die Auswahl der richtigen Speiseöle achtet und diese nicht im Übermaß, aber konsequent verwendet. Vitamin-E-Präparate sollte man immer mit fetthaltigen Speisen zu sich nehmen. Zwar ist Vitamin E auch in Kapseln meist in Öl gelöst, dennoch sorgt die Einnahme zum Essen für eine gute Aufnahme vom Darm in den Körper. Vorbeugend genügen 10 bis 20 mg Vitamin E pro Tag.
Nebenwirkungen bei Überdosierung
Erst in Dosierungen von etwa drei Gramm pro Tag können Nebenwirkungen wie Verdauungsstörungen, Müdigkeit und Muskelschwäche auftreten. Bis zu einer Einnahme von 800 mg pro Tag gilt Vitamin E als sicher. In jedem Fall sollte man Einnahmen in hohen Dosierungen über einen längeren Zeitraum mit seinem Arzt absprechen.
10/02
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