Anzeige:
Home
31.07.2010, 4:30


Erste Hilfe

Arzneimittel

Krankheiten & Beschwerden

So funktioniert der Körper

Wellness, Fitness, Health

Recherche Spezial



Stichwortsuche:



Hier finden Sie Ihren Suchbegriff
im Lexikon und in den Seiten der
Neuen Apotheken Illustrierten.


Kampf dem Wadenkrampf

Bei einem Wadenkrampf zieht sich ein Muskel oder eine Muskelgruppe schmerzhaft zusammen, ohne sich wieder zu entspannen. Warum das so ist, konnte bislang nicht restlos aufgeklärt werden.

Vereinfacht kann man drei verschiedene Arten von Wadenkrämpfen unterscheiden:

  • Der gelegentliche Wadenkrampf, für den man keine genaue Ursache ausfindig machen kann und der unversehens einschießt wie etwa ein Schluckauf.
  • Wadenkrämpfe treten auch auf, wenn der Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt aus dem Lot geraten ist. Durch Erbrechen, Durchfall, spezielle Medikamente wie Diuretika, starkes Schwitzen während der Sommermonate oder einseitige Diäten verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Mineralstoffe wie Kalium oder Magnesium. Fehlen diese Elektrolyte, ist das Muskelgewebe leichter erregbar und hat eine erhöhte Krampfbereitschaft. Auch in der zweiten Schwangerschaftshälfte machen vermehrt Wadenkrämpfe zu schaffen, weil sich durch das ungeborene Kind die Mineralstoffdepots der Mutter schneller leeren.
  • Wadenkrämpfe können auch ein Indiz für eine zugrunde liegende Erkrankung sein. In Frage kommen etwa Gefäßerkrankungen wie die periphere arterielle Verschlusskrankheit oder Krampfadern, neurologische Störungen wie Borreliose oder Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes.

Schießen Wadenkrämpfe nachts ein, reißen sie einen immer wieder unsanft aus dem Schlaf. Geschieht dies häufig, dauert der Krampf lange oder löst er sich nicht von selbst, muss ein Arzt die Hintergründe abklären. Steckt eine Grunderkrankung dahinter, wird diese behandelt. Lässt sich keine tiefer gehende Krankheit ausmachen, kommen Magnesiumhaltige Präparate aus der Apotheke zum Einsatz, die zwischen 200 mg und 400 mg des Minerals enthalten. Eine Magnesium-reiche Ernährung, die viel Vollkornprodukte, Haferflocken, Nüsse und Magnesium-haltiges Mineralwasser enthalten sollte, ist zusätzlich hilfreich.

Für den Akutfall gilt: Dehnübungen.
Sie lösen die Verkrampfung, steigern die Durchblutung und regen den Stoffwechsel an. Wer von einem Wadenkrampf belästigt wird, versucht am besten, die Zehen zu umfassen und sie in Richtung des Schienbeins zu ziehen. Linderung verschaffen auch eine warme Dusche oder leichte Massagen und Lockerungsübungen.


Soforthilfe bei Wadenkrampf
Je nachdem, ob Sie allein sind oder Ihnen jemand im Notfall helfen kann, gibt es zwei verschiedene Methoden gegen den Wadenkrampf. Beide sorgen dafür, dass die Wadenmuskulatur gestreckt wird, wodurch sich der Krampf bald löst:

Allein: Setzen Sie sich und strecken Sie das betroffene Bein aus. Ziehen Sie dann die Zehen zu sich heran.

Mit Helfer: Legen Sie sich auf den Boden und strecken Sie das betroffene Bein der Hilfsperson entgegen. Diese drückt die Zehen in Richtung Ihres Körpers.




01/2008


Zurück zur Startseite

Copyright © 2010 Neue Apotheken Illustrierte / GOVI Verlag


Home | Impressum | Presse | Mediainformationen | Copyright-Hinweis | GOVI Verlag

Haben Sie Fragen zum Inhalt? Dann wenden Sie sich bitte an redaktion@nai.de